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ArGe-Sommerschule 2018 startet Projekt Lektüre zum Epochenbruch 1914-1918 und zur Vorgeschichte
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Gestartetet: 14. 02. 2019 | Bearbeitet am: 14. 10. 2018 | Bearbeitung: Andreas Adrians Kontakt: Andreas.Adrians@gmx.de

Fischer, Fritz. Griff nach der Weltmacht -Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschlands 1914/18,1967

Vorstellung des Autors:Fritz Fischer (* 5. März 1908 in Ludwigsstadt; † 1. Dezember 1999 in Hamburg), Historiker, NSDAP-Mitglied, 1942 bewilligte Stelle als Extraordinarius an der Universität Hamburg, die er bis zur Emeritierung 1973 behielt.

Das vorgestellte Buch – Weitere Veröffentlichungen: Griff nach der Weltmacht -Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschlands 1914/18 (hier: Nachdruck der Sonderausgabe von 1967 (1977 1. Auflage, 575 Seiten ); Krieg der Illusionen, Die deutsche Politik von 1911 bis 1914; Hitler war kein Betriebsunfall. Aufsätze TB 1992.

Kurze Zusammenfassung des Inhalts: Der Hamburger Geschichtsprofessor F. Fischer zeigte in seinem 1961 erstmals veröffentlichten Buch auf, dass das Deutsche Reich den 1. Weltkrieg lange vorbereitet hatte, ihn im Juli und August 1914 „vom Zaun brach“ und es hegemoniale Ziele verfolgte. Seine Forschungen legten den Schluss nahe, dass Hitler kein Betriebsunfall gewesen war, sondern es eine Kontinuität imperialer Politik seit dem Kaiserreich gegeben hatte, die erst 1945 ein vorläufiges Ende fand. In der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit erregte Fischers Buch großes Aufsehen und löste die Fischer-Kontroverse aus, die auch den Bundestag beschäftigte.
Begründung für die Lektüre: Es lohnt sich dieses Buch erneut zu lesen, da seit einiger Zeit - mal wieder - versucht wird, dieses Geschichtsbild zu revidieren. Wenn Deutschland seine heute dominierende Rolle in Europa weiter ausbauen will, möchte es nicht mit Verweisen auf seine Politik als Hauptstörenfried vor dem 1. Weltkrieg konfrontiert werden.
Bezug zum Stand der Diskussion: Auch in linken Diskursen tauchen überwunden geglaubte Auffassungen auf, wie der Irrtum, dass „überforderte und rückwärtsgewandte Eliten“ blindlings in den Krieg stolperten und sich über die Tragweite ihres Handels nicht im Klaren waren.
Kontakt: Andreas.Adrians@gmx.de

Publikationsplan (Bearbeitungsstand): Entwurf liegt vor.

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